Mitglieder des Verner Collegiums.

 

Oboist Pavel Verner (*1934), gehört zweifelsohne zu den festesten Säulen der berühmten tschechischen Holzblasinstrumentenschule. Dank seiner außergewöhnlichen musikalischen Intelligenz, Phantasie, der eigenwilligen Tondisposition und der unwahrscheinlichen künstlerischen Aufrichtigkeit, die sich mit unwiderstehlicher Vitalität verbindet, erhält er sich seine instrumentale Virtuosität bereits für mehr als ein halbes Jahrhundert. Kurz nach dem Absolutorium des Konzervatoriums in Prag wurde er im Jahre 1959 Preisträger beim internationalen Wettbewerb Prager Frühling. Vorbestimmt war für ihn vor allem die Laufbahn des ersten Oboisten und Soliste. Er wirkte zuerst zwei Jahre im Sinfonieorchester des Tschechoslowakischen Rundfunks, gleichzeitig auch fünf Jahre im Prager Kammerorchester. Als Solooboist wirkte er anschließend 38 Jahre beim Symphonie Orchester der Hauptstadt Prag FOK. Er widmet sich ebenfalls konsequent der Solo und Kammermusiklaufbahn. Zuerst asl Mitglied des Philharmonischen Quartetts, der Prager Kammerharmonie, des Sebastiaquartetts, vor allem dann im Ensemble Musica da camera Praga (28 Jahre), der Ars redivia (ab 1969) und als Leiter des Ensembles Verner Collegium. In die Aufzählung seiner künstlerischen Tätigkeit gehört auch das zwanzigjährige Wirken am Prager konservatorium und die Teilnahme an Jurys internationaler Wettbewerbe (Bayreuth, Concertino Praga). Pavel Verner hat viele Aufnahmen (Solo und Kammermusik) für Rundfunk, Fernsehen und eine Reihe von Musikverlagen eingespielt. Zu seinen letzten Aufnahmen gehören zum Beispiel die CD von Telemanns Konzerten mit dem Suk-Kammerorchester und mit dem Dirigenten Prof. Josef Vlach, die Konzerte von Jan und Karel Stamic mit dem Tschechischen Kammerorchester und die Telemannschen Sonaten mit dem Verner Collegium.
 

Der Violinist, Bratschist und Dirigent Petr Verner (*1963) ist ein Sohn von Pavel Verner. Mit seinem Violastudium hatte er bei dem hervorragenden Solisten Jan Pìruška begonnen. Seine Ausbildung setzte er am am Prager Konservatorium bei Jiøí Zika fort und schloss sie 1986 ab. In den darauffolgenden Jahren studierte er an der Prager Akademie der Musischen Künste bei den Professoren Milan Škampa, Lubomír Malý und Jan Pìruška (1986-1991). Eine prägende Rolle in seiner weiteren Orientierung spielte vor allem die Persönlichkeit des tschechischen Geigers und Dirigenten Professor Josef Vlach. Petr Verner hat an internationalen Kammermusikkursen bei Prof. F. Beyer, C. Poppen und E. Feltz in Deutschland und beim Melos Quartett in der Schweiz teilgenommen. 1985 wurde er Leiter der Bratschengruppe des Èeský komorní orchestr und Mitglied des Vlach Quartetts (Vlachovo kvarteto Praha), wo er bis 2005 tätig war. Mit diesem Ensemble konzertierte er in den USA, in Japan, Neuseeland und den meisten Ländern Europas. Gegenwärtig ist er Mitglied des Verner Collegiums und des Quartetts Nové Pražákovo kvarteto, des Collegium Gabriely Demeterové a Chefdirigent des Orchesters Bumùv komorní orchestr. Seit 2006 arbeitet er regelmäßig als Dirigent des hochkarätigen Kammerorchesters „Roxy Ensemble“. Mit ihm hat er Kompositionen von Mozart, Tschaikowski, Haydn, Schönberg und Iwanowitsch einstudiert. Petr Verner ist mit einer ganzen Reihe von Orchestern als Solist aufgetreten – z. B. mit dem Pražský komorní orchestr, der Jenaer Phillharmonie, dem Èeský komorní orchestr, der Jihoèeská komorní filharmonie, dem Talichùv komorní orchestr u.a.m. Seine Diskografie zählt bereits 40 CDs mit einem breiten Repertoire in der Kammermusik sowie Solouftritten aller Stilepochen.
 

 

 

Der Fagottist Michael Verner (*1960), ist der ältere Sohn des Oboisten Pavel Verner. Er besuchte das Prager Konservatorium und studierte an der Prager Akademie der musischen Künste bei Prof. František Herman. Seit 1983 ist er Mitglied des tschechischen Rundfunkorchesters (Symfonický orchestr Èeského rozhlasu). Seit 1993 unterrichtet er am Prager Konservatorium. Über 10 Jahre spielte er im Ensemble Symposium Musicum unter der Leitung von Prof. M. Klement auf historischen Blasmusikinstrumenten. In diesem Genre arbeitet er auch weiterhin mit dem Ensemble Rožmberská kapela zusammen. Michael Verner war an Dutzenden Aufnahmen der Kammermusik für den Tschechischen Rundfunk beteiligt und spielte auch als Solist, ferner wirkte er bei Aufnahmen von CDs mit (Supraphon, Panton, Arta Records, Bohemia Music, Studio Matouš u.a.m.) Mit dem Familienensemble Verner Collegium nimmt er im In-sowie Ausland fortlaufend an einger ganzen Reihe von Projekten teil.
 

 

Die Violinistin Julie Vernerová (*1988) ist die Tochter von Peter und Radka Verner und Enkelin des Oboisten Pavel Verner. Von Kindesbeinen an widmet sie sich der Kammermusik, etliche Jahre spielte sie im Prager Studentenorchester. Gegenwärtig besucht sie das Elitegymnasium in Prag, das den Namen Johannes Keplers trägt. Violine lernt sie bei der hervorragenden Geigenlehrerin des Prager Konservatoriums Ludmila Štìtinová. Im Verner Collegium spielt sie seit 2005. Sie hat an einer erfolgreichen Tournee durch Spanien und Deutschland teilgenommen. Durch sie hat das Verner Gollegium eine Vertreterin der dritten Generation der Familie gewonnen und gleichzeitig eine leistungsfähige und flexible Violinistin. Julie arbeitet auch im Managerteam des Roxy Ensembles.
 

 

 

Die Violinistin und Bratschistin Radka Vernerová (*1964) ist die Ehefrau von Petr Verner. Das Geigenspiel lernte sie am Konservatorium in Pilsen bei Miloš Macháèek und dann in Prag bei der namhaften Musikpädagogin Nora Grumlíková. Nach dem Abschluss des Konservatoriums hat sie mit Erfolg an der Ausschreibung der Kammeroper Prag teilgenommen. Gegenwärtig ist sie an der Musikschule Lounských in Prag 4 pädagogisch und als stellvertretende Schulleiterin tätig. Sie spielt in dem Kammerorchester Atlantis Violine. Im Ensemble Verner Collegium spielt sie Violine, Viola und arbeitet als Geschäftsführerin und Archivarin. Sie studiert das Fach Management an der Karlsuniversität in Prag.
 

 

 

Der Violoncellist Pavel Verner jun. (*1963), Neffe des Oboisten Pavel Verner, war am Prager Konservatorium Schüler von Prof. Pravoslav Sádlo, an der Prager Akademie der musischen Künste in Prag studierte er bei Prof. Alexandr Veètomov und Stanislav Apolín. Seit 1988 war er Mitglied im Eberle-Quartett, das 1989 im Wettbewerb in Evian einen Preis für die Aufführung des ersten Streichquartetts von Leoš Janáèek gewonnen hat. Er war Konzertmeiser der Staatsoper Prag und Mitglied der Tschechischen Philharmonie. Seit 1993 ist er Mitglied des Apollon-Quartetts, das neben klassischem Repertoire auch Jazz spielt. Er ist Chorleiter des Chors zum hl. Thomas in Prag. Mit diesem Chor hat er drei erfolgreiche CDs aufgenommen.
 

 

 

Der Kontrabassist LukᚠVerner (*1970) ist Sohn des Sängers Jan Verner sen. Nach der musikalischen Erziehung im Familienkreise lernte er das Kontrabassspiel zuerst bei Jan Balcar und später am Prager Konservarium bei Václav Fuka (1983-90). Die Musikakademie absolvierte er unter der Leitung von Prof. Radomír Žalud. 1991-93 war er Orchestermitglied der Staatsoper und seit 1993 ist er stellvertretender Konzertmeister der Kontrabassgruppe im Prager Orchester FOK. In der Kammermusik engagiert er sich als Mitglied im Ensemble Czech Collegium, er spielt oft zu Gast im Pražský komorní orchestr, Pražská komorní filharmonie u.a.
 

 

 

 

Der Trompeter Jan Verner (*1964) ist Neffe des Obositen Pavel Verner und jüngerer Bruder des Viioloncellisten Pavel Verner. Er erlernte das Trompetenspiel an dem Prager Konservatorium bei Josef Svejkovský. 1984 hat er den Wettbewerb der Konservatorien in Teplice in Teplice gewonnen. Er konzertierte in mehreren Ländern Europas (Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich) sowie in Japan. Gegenwärtig ist er Konzertmeister im Orchester der Prager Burgwache, wo er bei feierlichen Anlässen des Präsidenten der Tschechischen Republik auftritt. Er beteiligt sich an Aufnahmen für den Tschechischen Rundfunk und das Fernsehen. Er ist Mitglied des Verner Collegiums. Als Solist tritt er oft mit dem hervorragenden Organisten Vladimír Roubal auf. Als Musiker beteiligt er sich außerdem am feierlichen Gottesdienst im Dom Maria Himmelfahrt in Prag-Strahov und der St. Veits-Katedrale.
 


 

Sopranistin Ludmila Vernerová studierte Gesang an der Prager AMU - Akademie für Musische Künste und absolvierte dort im Jahre 1986. In diesem Jahr debütierte sie als Mitglied der Prager Kammeroper in der Premiere der Oper „Abraham und Isaak“ von J. Mysliveèek-Venatorini. Ab 1987 wirkte sie in dem Opernstudio am Nationaltheater Praha. Hier trat sie auf in drei Premieren der Neueinstudierungen - in „Dido und Aeneas“ von H. Purcell, in Brittens „Bettleroper“ und in „Figaros Hochzeit“ von Mozart. Als Solistin an der Staatsoper Praha ab 1998 singt sie die Rollen in Nozze di Figaro (Contessa), Don Giovanni (Donna Anna), Die Zauberflöte (Pamina), Cosi fan tutte (Fiordiligi) von Mozart; in Carmen (Micaela) von Bizet; in Robert le diable (Isabelle) von Meyerbeer; in Orlando furioso (Angelica) von Vivaldi; in La Boheme (Musette) von Puccini; und in Béatrice et Bénédict (Hero) von Berlioz. Frau Vernerová widmet sich viel dem Konzertengesang, besonders der geistlichen Musik, sie singt regelmäßig in vielen Ländern Europas. Seit 1987 absolvierte sie dreimal den Vortragskurs der Bachakademie Stuttgart unter E. Wiens und L. Bosabalian. Nachfolgend hat sie die Soloarien in J. S. Bachs h - moll Messe und in G. F. Händels „Messias“ unter H. Rilling gesungen. Sie nahm am Festival Citta del Castello 1993 und am Sommerfestival 1994 in Marbella teil (Bethoven: Missa solemnis), an den Festspielen 1995 in Ludwigsburg und Römberger Festspielen 1995 in Frankfurt/M. 1997 wurde sie zur Teilnahme am Prager Musikherbst und am Musikfest in Bratislava eingeladen. Für die Firmen Orfeo, Discovery, Panton, Lupulus, Supraphon u. a. hat Frau Vernerová mehr als 45 CD aufgenommen, vor allem mit Oratorien des 17. und 18. Jahrhunderts, Sie trat auf unter Dirigenten wie V. Neumann, H. Rilling (Sie ist eine sehr musikalische Sängerin mit vorzüglicher und beeindruckend virtuoser Technik. Was sie vor allem an Verzierungen machen kann ist wirklich hervorragend. Sie hat sich bei diesen Aufnahmen sehr dem Aufführungsstil angepasst - H. Rilling 2002), F. Bernius, G. Albrecht, R. Gandolfi, G. Delogu, W. Gönnenwein, O. Dohnany u. a. und kooperiert mit vielen bedeutenden Orchestern, wie z. B. mit der Tschechischen Filharmonie, Prager Rundfunkorchester, Symphonischem Orchester FOK, Dvoøák Kammerorchester, Suk Kammerorchester, Symposium Musicum, Bachcollegium Prag, Collegium Flauto dolce, Sonatori di Praga, Verner Collegium, Cantores Pragenses und weiteren.
 


 

Der Sänger Jan Verner ist der jüngere Bruder des Oboisten Pavel Verner. Seine musikalische Ausbildung erwarb er am Prager Konservatorium bei Zdenek Jankovský. Er wirkt als Solist bei der Aufführung von Oratorien und Kantaten meist aus der Renaissance und dem Barock und arbeitet mit zahlreichen Ensembles und Orchestern zusammen (u.a. Ars rediviva, Musica da camera Praga, Pražští barokní sólisté, Pražští sowie Èeští madrigalisté, Symfonický orchestr Èeského rozhlasu, Karlovarský symfonický orchestr, Janáèkova filharmonie Ostrava, Luxemburger Kammerorchester, Petersburger Kammerphilharmonie. Auf dem Gebiet der geistlichen Musik war er ganze 25 Jahre im Ensemble Cantores Pragenses tätig, mehr als zehn Jahre beteiligt er sich auch an Konzerten des Collegium Strahoviensis. Sein Repertoire umfasst auch Lieder. Im Ausland ist er als Solist in Italien, Deutschland, Belgien, Luxemburg, Frankreich und den USA aufgetreten.
 

 

 

 

 

 

© Floky Design Studio 2007

 

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